Beethoven Septett – Haydn Divertimenti

Samstag 13 Januar 2018 19.15 Uhr
ref. Grosse Kirche Zürich-Altstetten
Solisten Kammerorchester Basel

Joseph Haydn: Streichtrio op. 53, Nr. 2, B-Dur
Joseph Haydn: Divertimento à tre für Violine Horn und Bass
Ludwig van Beethoven: Septett Es-Dur, op. 20
Solisten des Kammerorchersters Basel auf authentischen Instrumenten.

Julia Schröder Violin – Katja Polin Viola – Mara Miribung Cello – Daniel Szomor Kontrabass – Carles Cristobal Fagott – Konstantin Timokhine Horn – Luca Lucchetta Klarinette
Uraufgeführt am 20. Dezember 1799, das Septett Es-Dur, op. 20 war eines der populärsten Werke Beethovens, wovon auch zahlreiche Bearbeitungen zeugen.
Besonders populär wurde das Thema des vierten Satzes, das auf ein niederrheinisches Volkslied zurückgehen soll. Das Lied trägt den Titel “Die Losgekaufte”, ist allerdings erst 1838 in einer Publi- kation des Volksliedersammlers Andreas Kretzschmer (1775–1839) nachweisbar. Möglicherweise entstand das Lied also erst später, auf der Grundlage von Beethovens Thema.
1784 erschienen in Speyer drei neue Klaviersonaten von Joseph Haydn (im Werkverzeichnis von Hoboken die Nummern XVI:40 bis 42). Außer in der Klavierfassung sind sie auch in einer Version als Terzette für Violine, Viola und Violoncello belegt. Das G-Dur-Trio (entspricht Hob. XVI:40) hat zwei höchst originelle Sätze. Das scheinbar naive Allegretto birgt manche Überraschung. Es steht in der von Haydn erfundenen Form der “Doppelvariationen”: Ein Thema in G-Dur und ein zweites in g-Moll lösen einander ab und werden jeweils variiert. Das Presto ist ein Rondo mit nur einem Couplet, dessen Refrain ebenfalls mehrfach verändert wird.
oseph Haydn Divertimento Es-Dur für Horn, Violine und Violoncello, Hob. IV: 5
Besetzung:
Konstantin Timokhine Horn;
Julia Schröder Violine;
Mara Miribung Cello;
Satzbezeichnungen
1. Moderato assai Variationi I-III
2. Finale. Allegro di Molto
Das Divertimento à tre Es-Dur hat Joseph Haydn 1767 unter dem Namen Trio per il Corno do Caccia in seiner Entwurf-Katalog eingetragen. 1956 erschien es zum ersten Mal im Druck, herausgegeben vom grossen Haydnforscher H.C. Robbins Landon.
Das Autograph des Horntrios befindet sick in Privatbesitz eines englischen Sammlers, der es Robbins Landon fur die Edition zur Verfenigung gestalt hat.
Knapp 250 Jahre nach seiner Erfindung wird das sicherlich sehr selten aufgeführte Stück am Westspiele erklingen. H.C. Robbins Landon gibt zur Erstausgabe des Divertimento Es-Dur einen kurzen Bericht Uber seine Forschungsarbeit zum Trio per Il Corno da Caccia, die bier kurz zusammengefasst set: Anscheinend hate Haydn das Trio für Taddeus Steinmijller geschrieben, der von 1762 bis 1772 Hornist in der Esterhäzyschen Kapelle war. In späteren Jahren kam es in den Besitz eines anderen Hornisten des Orchesters, namers Johann Prinster, zu dessert Familie Joseph Haydn sich persönliche Beziehungen hate, heiratete doch sein getreuer Kopist Johann Eßler Therese Prinster, eine Tochter Johann Prinsters. Die beide Söhne Johann Prinsters, Anton und Michael, waren ebenfalls Hornisten in der Esterhäzyschen Kapelle und der jüngere, Michael Prinster besaß das Trio und schenkte es einem Freund in Raab (dem heutigen Györ), we es bis 1877 verblieb und dann nach Wien kam. Danach blieb das Manuskript
einige Zeit lang verschollen und tauchte schließlich 1929 in England in
einer wertvollen Autographen-Sammlung wieder auf. Über Vermittlung eines Freundes konnte H.c. Robbins Landon das Original des Divenimento à tre Es-Dur für Horn, Vioine und Violoncello zur Erstellung der Erstveröffentlichung verwenden.
Das zweisatzige Werk beginnt mit einem Variationensatz Moderato assai.
An ein Thema in gemächlichem Tempo und galantem Ausdruck schließen sich drei einfache Figurenvariationen.Für das Finale mit der Bezeichnung Allegro Molto hat Haydn einen schwungvollen Salz mit fröhlichem Ausdruck verfasst. Als Form wählte er einen monothematischen Sonatensatz.
Kammerorchester Basel – in Basel verankert, international erfolgreich In den 30 Jahren seines Bestehens hat sich das Kammerorchester Basel – im Jahr 2015 bereits zum dritten Mal mit dem ECHO Klassik-Preis ausgezeichnet – zu einem der führenden Kammerorchester des internationalen Musiklebens entwickelt. Heute gehören Einladungen zu den wichtigsten Konzertorten und Festivals der europäischen Klassikszene für das Orchester ebenso in die Agenda wie die eigene Konzertreihe in Basel. Diverse CD-Einspielungen bei renommierten Klassiklabels wie Sony, Deutsche Harmonia Mundi, Deutsche Grammophon, Warner Classics und OehmsClassics zeugen von der exzellenten Qualität des Basler Klangkörpers.

 

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